05.05.09

Geheimnis des Lebens

Posted in Metaphern at 20:29 von admin

Wenn der Teich austrocknet, und die Fische auf dem Trockenen liegen, genügt es nicht, sie mit dem eigenen Atem zu befeuchten oder mit Speichel zu benetzen, man muss sie zurückwerfen in die See. Versucht nicht, Menschen zu beleben durch Lehrmeinungen, werft sie zurück in die Wirklichkeit. Denn das Geheimnis des Lebens findet man im Leben selbst, nicht in Lehren über das Leben.

100 und 1 Schlag

Posted in Metaphern at 20:27 von admin

Ein berühmter Weiser wurde einmal gefragt, warum er eine Sache trotz großer
Hindernisse nicht aufgebe. Und er gab einen Ratschlag, den alle beherzigen sollten,
die versucht sind zu verzagen, wenn sie für eine gute Sache arbeiten. “Haben sie
schon einmal einen Steinmetzen bei der Arbeit beobachtet?” fragte er. “Er schlägt
vielleicht hundertmal auf die gleiche Stelle, ohne dass auch nur der kleinste Riss
sichtbar würde . Aber dann, beim 101. Schlag, springt der Stein plötzlich entzwei.
Es ist jedoch nicht dieser eine Schlag, der den Erfolg bringt, sondern die hundert
die ihm vorhergingen.”

Üble Nachrede

Posted in Metaphern at 20:23 von admin

Ein Nachbar hatte über Federmann schlecht geredet und die Gerüchte waren bis zu Federmann gekommen. Federmann stellte den Nachbarn zur Rede.
„Ich werde es bestimmt nicht wieder tun“, versprach der Nachbar. „Ich nehme alles zurück, was ich über Sie erzählt habe“.
Federmann sah seinen Nachbarn ernst an. „Ich habe keinen Grund, Ihnen nicht zu verzeihen“ erwiderte er. „Jedoch verlangt jede böse Tat ihre Sühne.“
„Ich bin gerne zu allem bereit.“ sagte der Nachbar zerknirscht.
Federmann erhob sich, ging in sein Schlafzimmer und kam mit einem großen Kopfkissen zurück. „Tragen Sie dieses Kissen in Ihr Haus, das hundert Schritte von meinem entfernt steht.“ sagte er. „Dort schneiden Sie ein Loch in das Kissen und kommen wieder hierher zurück, indem Sie unterwegs immer eine Feder nach rechts, eine Feder nach links werfen. Dies ist der Sühne erster Teil.“
Der Nachbar tat, wie ihm geheißen. Als er wieder vor Federmann stand und ihm die leere Kissenhülle überreichte, fragte er: „Und der zweite Teil meiner Buße?“
„Gehen Sie jetzt wieder den Weg zu Ihrem Haus zurück und sammeln Sie alle Federn wieder ein.“
Der Nachbar stammelte verwirrt: „Ich kann doch unmöglich all die Federn wieder einsammeln! Ich streute sie wahllos aus, warf eine hierhin und eine dorthin. Inzwischen hat der Wind sie in alle Himmelsrichtungen getragen. Wie könnte ich sie alle wieder einfangen?“
Federmann nickte ernst: „Sehen Sie! Genau so ist es mit der üblen Nachrede und den Verleumdungen. Einmal ausgestreut, laufen sie durch alle Winde, wir wissen nicht wohin. Wie kann man sie also einfach wieder zurücknehmen?“

Seestern-Metapher

Posted in Metaphern at 20:18 von admin

Als der alte Mann bei Sonnenuntergang den Strand
entlang ging, sah er vor sich einen jungen Mann, der
Seesterne aufhob und ins Meer warf.

Nachdem er ihn schließlich eingeholt hatte, fragte er ihn,
warum er das denn tue. Die Antwort war, dass die
gestrandeten Seesterne sterben würden, wenn sie bis
Sonnenaufgang hier liegen bleiben.

“Aber der Strand
ist viele, viele Kilometer lang und tausende Seesterne
liegen hier”, erwiderte der Alte. “Was macht es also
für einen Unterschied, wenn Du Dich abmühst?”

Der junge Mann blickte auf den Seestern in seiner
Hand und warf ihn in die rettenden Wellen. Dann meinte er:

“Für diesen hier macht es einen
Unterschied!”

Michelangelos Statue

Posted in Metaphern at 20:16 von admin

Eines Tages wurde Michelangelo von einer reichen Familie beauftragt, eine Statue von außergewöhnlicher Schönheit zu erstellen. Er suchte daraufhin nach einem geeigneten Marmorblock. Nach einer ganzen Weile fand er in einer Seitenstraße einen fast vollkommen von Unkraut überwucherten Block, der dort vergessen worden war. Diesen Marmorblock ließ Michelangelo von seinen Arbeitern in sein Atelier bringen. Dann begann er damit, die Statue des David aus dem Stein zu hauen. Dafür brauchte er zwei ganze Jahre. Und zwei weitere Jahre dauerte es, bis er die Statue durch Schleifen und Polieren fertig stellte.
Als die Statue feierlich enthüllt wurde, waren viele Menschen gekommen, um die unvergleichliche Schönheit des David zu bewundern. Man fragte Michelangelo, wie es ihm denn möglich gewesen war, eine so wunderschöne Statue zu erschaffen. Der Bildhauer sprach: “Der David war immer schon da gewesen. Ich musste lediglich den überflüssigen Marmor um ihn herum entfernen.”

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